An der Jahnstraße, gleich neben dem Fußballstadion, steht seit 1984 die Schützenhalle des Vereins. 2018 und 2019 wurde sie von Grund auf erneuert – von außen kaum wiederzuerkennen, von innen erst recht nicht.

Woher sie kommt
Ein eigenes Dach über dem Schießstand hat der Verein erst spät bekommen. Die ersten Jahrzehnte wurde dort geschossen, wo gerade Platz war – am Waldweg, später im Saal.
1953 – Eine Wagenremise wird Schießstand
Unter dem Vorsitzenden Josef Rolfs baut Gastwirt und Kaufmann Bernhard Bramlage seine Wagenremise zum Schießstand um. Der Verein streckt ihm dafür 800 DM vor.
1984 – Die eigene Anlage an der Jahnstraße
Fünf Kleinkaliber- und neun Luftgewehrstände, dazu ein Aufenthaltsraum mit Küche und ein Besprechungszimmer. Das gesamte Schützenwesen im Ort bekommt dadurch enormen Aufwind.
1993 bis 1999 – Schritt für Schritt erweitert
1993 bekommt der Luftgewehrstand elektrische Zuganlagen. 1994 entsteht zwischen Schießstand und Fußballstadion die Bogenanlage. 1996 folgen ein Pistolenstand für Freie und Sportpistole sowie der Umbau des Kleinkaliberstandes, 1999 wird die Waffenkammer durch einen Anbau erweitert.
2018 und 2019 – Die grundlegende Modernisierung
Der Dachstuhl kommt vollständig neu und höher auf die Halle, die Sanitäranlagen werden erneuert und barrierefrei. Der Luftgewehrstand bekommt elektronische Anlagen, die Schießstände für den Sommerbiathlon werden wieder eingebaut.
Vor dem Umbau
Über dreißig Jahre sah die Halle so aus: flaches Dach, niedrige Traufe, kleine Fenster. Der Grundriss ist derselbe geblieben – das Foto ist fast von derselben Stelle aufgenommen wie das oben.

Auch drinnen war manches anders. Es gab neun Stände über zehn Meter statt der heutigen zehn, keine Anlage für den Sommerbiathlon und keine Zuganlagen für die Freie Pistole. Der Kleinkaliberstand hatte damals schon eine elektronische Auswertung – die Ergebnisse liefen auf Röhrenmonitore im Aufenthaltsraum, was besonders beim Königsschießen gern verfolgt wurde.
Eine Disziplin ist ganz verschwunden: Auf den Zehn-Meter-Ständen wurde damals auch mit der Armbrust geschossen.


Der Umbau 2018 und 2019
Die größte Änderung sieht man von außen: Der Dachstuhl wurde vollständig abgetragen und höher wieder aufgesetzt. Aus niedrigen, dunklen Räumen wurden dadurch offene und helle – der Aufenthaltsraum reicht jetzt bis unter den First und ist durch eine Glaswand zum Stand hin abgetrennt.

Die Sanitäranlagen wurden erneuert und barrierefrei gestaltet. Der Luftgewehr- und Luftpistolenstand bekam elektronische Anlagen – der Kleinkaliberstand hatte seine schon vorher erhalten. Und die Schießstände für den Sommerbiathlon wurden wieder eingebaut.



Die Halle heute
Die Anzeigen der elektronischen Stände lassen sich per Beamer groß an die Wand werfen – praktisch für Zuschauer und für die Ausbildung. Der Bogenstand liegt im Freien neben der Halle, zwischen Schießstand und Fußballstadion.
Die Stände im Überblick
- 10 Stände über 10 Meter für Luftgewehr und Luftpistole
- 5 Stände über 10 Meter für Sommerbiathlon
- 5 Kleinkaliberstände über 50 Meter mit elektronischer Auswertung (Meyton Shootmaster)
- Eine Kleinkaliber-Duellanlage über 25 Meter mit fünf Ständen
- 3 Zuganlagen über 50 Meter für die Freie Pistole
- Bogenstand für 30, 50, 70 und 90 Meter
Welche Disziplinen darauf geschossen werden, steht bei den Sportschützen. Die Halle steht an der Jahnstraße 20, Parkplätze gibt es vor Ort – einen Briefkasten nicht, die Postanschrift des Vereins finden Sie im Impressum.